Kurzbio von
Lübbert R. Haneborger

Quadratisches Glasfläschchen mit dunkelblauer Tinte und weißem Schraubverschluss daneben.

"Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt."

Jorge Luis Borges (argentinischer Schriftsteller und Bibliothekar. Mitbegründer des Magischen Realismus und Ahnherr des postmodernen Erzählens, 1899–1986)

Ein Mann in gestreiftem Sakko, weißem Hemd und grauer Hose steht vor einer weißen Wand.

Biografische Skizze

Dr. phil. Lübbert R. Haneborger erblickte 1970 in  Aurich das Licht der Welt und wuchs im ostfriesischen Binnenland auf. Nach dem Abitur am Auricher Ulricianum studierte er Germanistik, Kunst, Soziologie und Philosophie an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg. Es folgte ein Promotionsstudium, das er Ende 2004  mit einer kunsthistorischen Forschungsarbeit zur Bildform des Berner Hyperrealisten Franz Gertsch (1930-2022), unter dem Titel „Aus nächster Ferne“, abschloss. 

Neben seiner freien Tätigkeit als Kultur-Journalist, vor allem für das „Ostfriesland Magazin“ (mit mehr als 300 Berichten und Reportagen seit 2008), ist er auch als Sachbuch- und Krimiautor für Erwachsene und Kinder bekannt geworden. Etwa mit dem Band „Das Schlosspark-Geheimnis“ für kleine Hobbydetektive (ausgezeichnet mit dem Deutschen Gartenbuchpreis 2014) oder der Broschüre „Theodor Fontane in Ostfriesland. Lütetsburg – Norderney – Emden“ (in zwei Auflagen 2020/22). 
 

Er ist Mitherausgeber und Autor einer Reihe von ostfriesischen Krimianthologien, deren achter und letzter Band, „13 Mythen – 13 Verbrechen“, 2019 im Ostfriesland Verlag-SKN erschien. Mit den Krimikomödien um die kleinkriminellen Werftarbeiter Joke & Harm in der Reihe „Echten Oldersumer“ zeigt sich der Autor und Buchgestalter seit 2012 (in Hoch- und Plattdeutsch) von seiner komödiantischen Seite. Drei Bände sind seit 2015 bisher erschienen, außerdem haben die bekannten Schauspieler und TV-Stars Siemen Rühaak und Felix Vörtler Hörbuchaufnahmen der „Echten Oldersumer“ eingesprochen.

Mit den komödiantischen Krimiabenteuern von Joke & Harm begann zugleich sein Engagement für die plattdeutsche Sprache. Auf einen ersten Erzählband unter dem Titel „Noodlandt in ’t Paradies“ im Jahr 2022 folgten der viel beachtete Kurzessay „Die Kultur der bildlichen Rede in Ostfriesland“ (2023) und der zweite Kurzgeschichten-Sammelband „Utflücht an de Küst“ (2025).

Im Sommer 2024 zählte Haneborger zu den Gewinnern im plattdeutschen Schreibwettbewerb „Vertell doch mal“, ausgerichtet von den NDR-Landesfunkhäusern und Radio Bremen.

 

Seine Kurzgeschichte „Nett as ik“ zum Wettbewerbsmotto „Ünner de Sünn“ erschien im gleichnamigen Sammelband der besten 26 Erzählungen, ausgewählt von einer Jury um Botschafterin Dörte Hansen. Seit Herbst 2024 ist er zugewähltes Mitglied im Niederdeutsch-Friesischen PEN-Zentrum, Hamburg, seit Anfang 2025 Mitglied der Krimiautoren-Vereinigung "Das Syndikat".

Die Texte von Lübbert R. Haneborger sind bei verschiedenen Verlagen wie Ostfriesland Verlag-SKN, Isensee, Prestel oder Kettler zu finden. Als Self-Publisher veröffentlicht er Bücher und Broschüren in den Editionen „Klamm und Heimlich“ und „KüstenKompass – Geschichte(n) zwischen Land und Meer“ (bei Books on Demand). Auch darüber hinaus engagiert sich der Journalist und Autor, Buchgestalter und Content Creator, der in Ostfriesland lebt und arbeitet, in vielfältiger Weise für das kulturelle Leben im Nordwesten. Hauptberuflich ist Haneborger, als deren Pressereferent, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Lebenshilfe in Leer. 

Auszeichnungen

  • 1996: Prämierung für besondere studentische Leistungen im Fachbereich Kommunikation / Ästhetik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.
  • 2006: Nominierung im Wettbewerb „Kunstkrimi-Krimikunst“ des VDG (Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften Weimar) anlässlich der Leipziger Buchmesse mit der Leocardio & Domec-Kurzgeschichte „Der Tod im Mohnfeld“.
  • 2014: Deutscher Gartenbuchpreis für den Kinder-Kulturkrimi „Das Schlosspark-  Geheimnis“ über den gräflichen Schlosspark Lütetsburg bei Norden. 3. Preis in der Kategorie „Bestes Buch zur Gartengeschichte“.
  • 2024: Einer der 25 Gewinnerinnen und Gewinner im plattdeutschen Schreibwettbewerb „Vertell doch mal 2024“, ausgerichtet von den NDR-Landesfunkhäusern und Radio Bremen. Die Kurzgeschichte „Nett as ik“ ist erschienen im Wettbewerbs-Sammelband der besten Erzählungen unter dem Titel „Ünner de Sünn“ (Husum Verlag).

Mitgliedschaften

  • 2005-2014: Gründungsmitglied der Jungen Freunde der Kunsthalle Emden.
  • seit 2014: Vorstandsmitglied der Freunde der Kunsthalle Emden Kunstverein für Ostfriesland e.V.
  • seit 2021: Ehrenmitglied des Heimatvereins Oldersum e.V.
  • seit 2024: Zugewähltes Mitglied im Niederdeutsch-Friesischen PEN-Zentrum, Hamburg.
  • seit 2025: Mitglied bei der Kriminalautoren-Vereinigung „Das Syndikat“, Verein für deutschsprachige Kriminalliteratur (in Deutschland, Österreich und der Schweiz). 

Ausgewählte Lesungen

Kunsthalle Emden (2008/09/10/11/15), Schloss Lütetsburg (2007/12/14/16), Stadtbibliothek Aurich (2008/09/12/14/18), Kulturspeicher Leer (2009 im Rahmen der „6. Ostfriesischen Krimitage“), Kulturzentrum PFL, Oldenburg (2009 im Rahmen der 35. Kinder- u. Jugendbuch-Messe KIBUM), Mannigaburg Pewsum (2012/14/16/19/22), Gulfhof Ihnen, Engerhafe (2014), Mühle Schoof Greetsiel (2011/15), Deutsches Sielhafenmuseum Carolinensiel, Gästehaus Hooksiel, Kursaal Horumersiel (alle letztgenannten 2011), Orangerie von Schloss Gödens, Evenburg Leer, Steinhaus Bunderhee, Schlossmuseum Jever (alle letztgenannten 2012), Klostercafé der Stillen Räume Ihlow und Rathaus Esens (2013), Johannes-Althusius-Gymnasium, Emden (2014, Workshop im Rahmen der 7. Wochenend-Akademie), Buchhandlung Thalia, Wittmund (2022 im Rahmen des „1. LiteraturFestes Wittmund“), Lesesaal Norddeich, (2024 im Rahmen der „1. Krimi- und Gruseltage“), Museum Alte Seilerei, Oldersum (seit 2011 nahezu jährlich im September) und viele mehr. 

Der Autor sitzt mit verschränkten Händen und übergeschlagenen Beinen auf einem weißen Stuhl und  trägt ein gestreiftes Sakko.

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